Norden St. Ludgerus

Kath. Kirchengemeinde St. Ludgerus, Norden


DISPOSITION

Manual I

Manual II

Pedal

1. Prinzipal 8‘
2. Lieblich Gedackt 8‘
3. Oktave 4‘
4. Koppelflöte 4‘
5. Nachthorn 2'
9. Rohrflöte 8‘
10. Prinzipal 4‘
11. Spitzgedackt 4‘
12. Oktave 2‘
13. Quinte 1 1/3'
16. Subbass 16‘
17. Offenbass 8‘
18. Bartpfeife 4‘
19. Piffaro 2‘ + 1‘
20. Fagott 16'
6. Sesquialtera 1-3 fach
7. Mixtur 4-5 f. 1 1/3’
8. Trompete 8’
14. Scharff 4 fach
15. Krummhorn 8’
Tremulant
Tremulant

Anzahl der Pfeifen: 1.481
System: Schleifladen mit elektrischer Spiel- und elektropneumatischer Registertraktur
Koppeln: II/I, I/P, II/P
Spielhilfen: Handregister, 1 freie Kombination, Pleno, Zungenabsteller

Orgelweihe am 15. Juli 2007 17°° Uhr durch:
Herrn Pfarrer Rainer von Carnap und Herrn Pfarrer Franz-Josef Rahe (Orgelsachverständiger des Bistums Osnabrück)
An der Orgel:
Herr Pfarrer Dietmar Schöneich, Emden sowie Herr Reinhard Ruge (ehemaliger Organist an der Ludgeri-Kirche sowie Orgelsachverständiger der Ev.-luth. Landeskirche Hannover / Ostfriesland
 
Beim Bau dieser neuen Orgel kamen Elemente wie Windladen, Pfeifenwerk und Spieltisch aus der ehemaligen Orgel der Pfarrkirche St. Cyriakus in Weeze zum Einbau, wobei dieses Werk in den 60er Jahren von der Fa. Seifert aus besten Materialien erstellt wurde (Labialpfeifen – Zinnlegierungen, Windladen – Mahagoni).
Zunächst war in unserem Betrieb eine sorgfältige Restauration der Windladen, der elektrischen Traktur, des Spieltisches sowie der Labial- und Zungenpfeifen erforderlich.
Kurz nach der Erbauung der Kirche im Jahre 1885 kam bereits 1890 das jetzige Orgelgehäuse mit einer einmanualigen mechanisch gesteuerten Kegellade von der Fa. Johann Diepenbrock zum Einbau.
So war es für uns eine große Freude, dieses wertvolle Gehäuse schon aus denkmalpflegerischen Gesichtspunkten zu übernehmen.
Da die neue Orgel jetzt über 2 Manuale und Pedal verfügt, war es erforderlich, das Hauptwerksgehäuse durch ein Unterwerksgehäuse zu ergänzen. Alle Umbau- und Ergänzungsmaßnahmen am Gehäuse wurden von der Tischlerei Barkhoff & Bruns nach unseren Angaben auf höchstem künstlerischem Niveau durchgeführt. Vielen Dank für diese gute Arbeit.
In der Prospektfront – der Ansicht – stehen klingende Pfeifen des Prinzipal 8’. Diese Pfeifen wurden in unserer Pfeifenwerkstatt aus gegossenen und gehobelten Zinnplatten aus 75 % Zinnlegierung neu angefertigt. So darf ich abschließend festhalten, dass hier ein neues Instrument entstanden ist, welches unter Verwendung und Restaurierung der angesprochenen Orgelteile technisch und klanglich (insgesamt 1.481 klingende Pfeifen) individuell für Ihr Gotteshaus in Norden gefertigt wurde.
Siegfried Sauer
(Orgelbaumeister)
 
  Die ehemalige Seifert-Orgel aus den 60er Jahren stand bis 2005 in der Kath. Kirche St. Cyriakus in Weeze.
Die Disposition war für den großen Kirchenraum unzureichend, so dass in Weeze jetzt die große Walcker-Orgel aus dem Essener Dom zur Aufstellung kam (technischer Neubau –
siehe Aktuelle Projekte - Weeze, St. Cyriakus 2006).